Anleitung

Anleitung: Erste Schritte mit dem Tablet

Anleitung: Erste Schritte mit dem Tablet

In unserem Studienseminar stehen zehn Android-Tablets für den Einsatz in der Ausbildung zur Verfügung. Ergänzt werden die Huawei Mediapad M3 jeweils durch einen kleinen Stift und eine ebenso mobil ausfallende Klapp-Tastatur. Die gewünschte Anzahl von Geräten kann per Listenvormerkung im Geschäftszimmer für einen verhandelbaren Zeitraum ausgeliehen werden – selbstredend auch für den Einsatz in der Schule (hier Details zum Verfahren). Dieser Beitrag möchte Ihnen die ersten Schritte mit dem Gerät erleichtern und zeigen, wie weit Sie damit schon ohne Installation weiterer Apps für den unterrichtlichen Einsatz bereit sind.

Beitragsreihe:
Tablets in der Lehrkraft-Ausbildung

Teil 1: Ausleihe
Teil 2: Erste Schritte (dieser Beitrag)
Teil 3: Apps für die Schule (folgt)

Nachdem Sie das Gerät zurückgesetzt haben, geht es los. Die vorinstallierten Apps unterstreichen die Stärken des Geräts: Display, Kamera und Audio-Hardware werden durch sie nicht nur zu wertvollen Werkzeugen bei der Erstellung und Bearbeitung von Ton-, Bild- und Videomaterial, sondern – für den schulischen Einsatz nicht zu unterschätzen – lassen der inhaltlichen Entwicklung gegenüber der technischen Umsetzung größtmöglichen Raum.

Audio: Im Ordner “Werkzeuge” finden Sie die App “Rekorder”. Damit können Sie Audioaufnahmen erstellen, teilen sowie mit Zeitstempeln versehen, die wiederum mit Notizen und Bildern kombiniert werden können. Gut vorstellbar ist also z.B. die multimediale Dokumentation eines Versuchs, eines Vortrags oder auch die Überarbeitung und Optimierung eigener Wortbeiträge. Durch die “Teilen”-Funktion können die Aufnahmen auch in anderen Apps verwendet werden1.

Screenshots lösen Sie per Tastenkombination2 oder durch Anwahl des entsprechenden Icons im Benachrichtigungsfeld aus, innerhalb drei Sekunden kann dann noch entschieden werden, ob ein Scrollshot angefertigt wird, d.h. mehrere Screenshots z.B. eines längeren Textes im Browser zu einer Grafik zusammengefügt werden. Das Ergebnis kann dann durch Druck auf “Bearbeiten” in einer mit vielen Funktionen3 ausgestatteten Bildbearbeitung editiert und im Anschluss gespeichert oder geteilt werden. Die Bearbeitung hat zwar kein eigenes Icon auf dem Startbildschirm, kann aber aus der Galerie heraus mit jedem dort angezeigten Bild gestartet werden.

Screencasts lösen ebenfalls per Tastenkombination4 oder durch Anwahl des entsprechenden Icons “Bildschirmaufnahme” im Benachrichtigungsfeld aus, die Aufnahme beginnt nach einem drei-sekündigen Count-In5. Eine Videobearbeitung wird in der Grundausstattung nicht geboten, hilfreiche Apps sind dafür z.B. Quik, Video Editor und AndroVid. – Die Qualität des Screencasts haben Sie schon in dem kurzen Clip zum Zurücksetzten des Tablets kennengelernt. Das Videoformat (1280×720 Pixel) ist zwar geringer als die Auflösung des Displays (1600×2560 Pixel), dadurch bleibt aber einerseits die Aufnahme flüssig bzw. ruckelfrei, andererseits die Dateigröße des erzeugten Videos angenehm klein6.

Kameras: Beide Kameras nehmen Bilder mit einer Auflösung von max. 3264×2448 Pixeln auf, das Einstellungsmenü (in der Kamera-App nach links wischen) lässt kaum Wünsche offen, die Aufnahme-Optionen (in der App nach rechts wischen) bieten nicht nur “normale” Fotos, sondern auch Nacht-, Panorama-, HDR-, Lichtmalerei-, Zeitrafferaufnahmen und eine Reihe weiterer Möglichkeiten zur Aufnahme, die u.a. auch mit “Audionotizen” verknüpft werden können. Das Potenzial der Hardware wird auch in den “Profi”-Optionen deutlich, welche sowohl für Foto- als auch für Videoaufnahmen (max. FHD/1920×1080 Pixel) die feine Steuerung z.B. von ISO-, Blend-, Fokus-, Weißwert etc. ermöglichen. – Die Qualität der Fotos und Videos ist beachtlich7. – Der kürzeste Weg in die Kamera-App führt über das Icon unten rechts auf dem Sperrbildschirm.8

Office-Apps: Huawei hat Microsofts Word, Excel und PowerPoint für Android vorinstalliert. Alle drei Apps können ohne Microsoft-Konto genutzt werden und entsprechende Dateiformate erzeugen, die über die Teilen-Funktion dann auch auf anderen Geräten verwendet werden können. Auf den ersten Blick wirkt die Ausstattung der Android-Apps spartanisch, dennoch bietet z.B. Word über Anwahl erst des Buchstaben-/Stift-Icons, dann von “Start” Zugang zu einer Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, deren Nutzung dank des ausreichend großen Displays problemlos gelingt. Aus allen Office-Apps heraus lassen sich auch PDF-Dateien erzeugen, so dass zur Weiterarbeit nicht unbedingt Microsoft-Produkte erforderlich sind.9

Mit Google Play haben Sie Zugriff auf viele weitere Apps, die mit Gewinn im Unterricht eingesetzt werden können. Bedenken Sie bitte rechtzeitig, welche Apps erforderlich sind und vermeiden Sie es nach Möglichkeit, auf zu bezahlende Apps zurückzugreifen. Wollen oder müssen Sie dies doch, empfiehlt sich die Verwendung von Gutscheinkarten zur Bezahlung – auf keinen Fall sollten Sie Ihre Kreditkarteninformation auf Geräten speichern, die Sie aus der Hand geben. Es sei auch noch einmal ausdrücklich davor gewarnt, das eigene Konto (mit Zugriffsmöglichkeiten auf Privatmail etc.) als Grundlage des Tablet-Einsatzes durch junge Lernende zu verwenden!

Startbildschirm: Bevor Sie das Tablet in die Hand der Lernenden geben, sollten Sie auf dem Startbildschirm aufräumen. Hier sollten nur die für den Einsatz auch erforderlichen Apps sichtbar sein, alle anderen Icons können Sie in einen Ordner schieben (dazu das entsprechende Icon drei Sekunden lang drücken, dann verschieben – ein Ordner wird erzeugt, wenn Sie ein Icon auf ein anderes schieben). Der Startbildschirm lässt sich weiter konfigurieren, wenn Sie drei Sekunden auf einen “leeren” Bereich drücken und dann z.B. unten rechts “Einstellungen” anwählen. Wollen Sie mehr als einen Startbildschirm, wählen Sie das Plus links oder rechts der verkleinerten Darstellung an. – Auf diese Weise schaffen Sie Übersichtlichkeit und der produktive Einsatz des Geräts kann beginnen…

Anregungen (zunächst praktischer, dann auch theoretischer Art) folgen in den beiden letzten Beiträgen dieser Reihe…





  1. Leider lässt sich dabei nur die Audiodatei teilen, die Zeitmarken und Notizen bleiben an das Gerät gebunden – können aber wenigstens per Screenshot gesichert und z.B. einer Mail samt Audioaufnahme beigefügt werden. ///

  2. Gleichzeitiges Drücken der Ein-/Aus-Taste und des “Leiser”-Bereichs der Lautstärkewippe ///

  3. Drehen, Zuschneiden, Filter, Farbakzente, Fokus, Helligkeits-/Kontrast-/Schärfe- und weitere Einstellungen, Verpixelung und Graffiti, d.h. Bemalen in verschiedenen Farben und Strichbreiten… ///

  4. Gleichzeitiges Drücken der Ein-/Aus-Taste und des “Lauter”-Bereichs der Lautstärkewippe ///

  5. Leider kann die Aufnahme nur gestoppt, nicht aber pausiert werden. ///

  6. Für Screencasts in maximaler Auflösung und ggf. mit entsprechend verlangsamten/ruckelnden Animationseffekten und Bewegungen ist die Installation einer dazu fähigen App erforderlich, z.B. AZ Screen Recorder oder ADV Screen Recorder, die – zumindest bei Abfassung dieses Beitrags – erträgliche, also minimal invasive Werbung enthalten und keinen Rootzugriff auf das Gerät verlangen. ///

  7. Die Video-Einstellungen bieten auch Objektverfolgung und Bildstabilisierung ///

  8. Wischen Sie im Sperrbildschirm vom unteren Rand nach oben, erscheinen weitere Shortcuts zu Rekorder, Taschenrechner, Wecker/Uhr/Stoppuhr/Timer und QR-Decoder ///

  9. Eine sinnvolle Ergänzung des Office-Trios wäre OneNote, zumal sich darüber auf dem Tablet erzeugte Dateiformate flexibel sammeln, sortieren, kommentieren, speichern, in dieser Form als PDF (im Browser auch per Linkfreigabe als nur lesbares oder auch beschreibbares Notizbuch) teilen und von anderen Geräten aus nutzen lassen. Hierfür ist allerdings ein Microsoft-Konto erforderlich, da die Synchronisierung über OneDrive läuft. Wollen Sie mit OneNote arbeiten (z.B. um junge Lernende mit einem vorbereiteten Materialordner arbeiten bzw. weiterarbeiten zu lassen), empfiehlt sich das (aus der OneNote-App heraus problemlos mögliche) Anlegen eines projektgebundenen Microsoft-Accounts. Daher ergibt es Sinn, dass die App in der Grundausstattung fehlt bzw. nachinstalliert werden muss. ///

Verfasst von Matthias Heil unter Schule, Technologie, Kein Kommentar

Anleitung: Tablet-Ausleihe

Anleitung: Tablet-Ausleihe

In unserem Studienseminar stehen zehn Android-Tablets für den Einsatz in der Ausbildung zur Verfügung. Ergänzt werden die Huawei Mediapad M3 jeweils durch einen kleinen Stift und eine ebenso mobil ausfallende Klapp-Tastatur. Die gewünschte Anzahl von Geräten kann per Listenvormerkung im Geschäftszimmer für einen verhandelbaren Zeitraum ausgeliehen werden - selbstredend auch für den Einsatz in der Schule. Haben Sie mehr als ein Gerät im Einsatz, ist es sinnvoll erst ein Gerät fertig einzurichten, die anderen können dann ohne weiteren Aufwand synchronisiert werden. Zum Einsatz der Geräte wird im einzelnen folgendes vorbereitende Vorgehen empfohlen.

Beitragsreihe:
Tablets in der Lehrkraft-Ausbildung

Teil 1: Ausleihe (dieser Beitrag)
Teil 2: Erste Schritte
Teil 3: Apps für die Schule (folgt)

Vor der Ausleihe

  • Vorbereitend sollten Sie ein exklusiv dem Einsatz gewidmetes Google-Konto anlegen, um Onlinekollaboration ermöglichende Apps nutzen und ggf. auch kostenpflichtige Apps installieren zu können.

Bei Erhalt der Geräte

  • Haben Sie die Geräte erhalten, überprüfen Sie bitte zunächst, dass diese keine fremden Daten von vorhergehenden Einsätzen enthalten. Der sicherste Weg ist jeweils das Zurücksetzen des Geräts über den entsprechenden Eintrag unter Einstellungen/Allgemeine Verwaltung/Zurücksetzen. - Der Vorgang nimmt nur wenige Minuten in Anspruch, ein Neustart wird automatisch durchgeführt.
  • Nach dem Neustart werden Sie aufgefordert, sich mit Ihrem Google-Konto anzumelden. Hier sollten Sie Benutzernamen und Passwort des im ersten Schritt eingerichteten Kontos parat haben.
  • Nun können Sie die für den Einsatz relevanten Apps installieren.
  • Die weiteren Geräte setzen Sie bitte auch zurück. Nach dem Neustart erfolgt wieder die Eingabe der Kontodaten aus Schritt 1. Dann werden Sie gefragt, ob die Apps und Einstellungen synchronisiert werden sollen. Dies sollte nun bestätigt werden, damit Sie keinen unnötigen Aufwand haben.
  • Entscheiden Sie vor der Ausgabe an die jungen Lernenden, ob Sie einen Zugangsschutz aktivieren wollen oder nicht. Empfehlenswert ist die Einrichtung eines vierstelligen Zahlencodes, so dass liegenbleibende Tablets nicht durch Unbefugte in unerwünschter Weise verändert werden.
  • Es sollte nur das ausgegeben werden, was auch gebraucht wird: Entscheiden Sie also, ob Tastatur, Stift und Netzteil an die jungen Lernenden verteilt werden müssen. Nehmen z.B. Sie die Tablets nach dem Unterricht wieder mit, benötigen Sie nur die Tablets und jeweils eine Schutzhülle.
  • Am Tag bevor Sie die Tablets im Unterricht einsetzen, bringen Sie die Tablets bitte auf vollen Ladestand. Je nach Anforderung reicht eine Ladung für 7-10 Stunden.

Abschluss des Einsatzes/Rückgabe der Geräte

  • Vor Rückgabe der Tablets im Sekretariat setzen Sie bitte alle Geräte zurück, bringen Sie sie auf vollen Ladestand und überprüfen Sie die Ausstattung auf Vollständigkeit bzw. Unversehrtheit.
Verfasst von Matthias Heil unter Schule, Technologie, Kein Kommentar