Arbeit zum Namenspatron: Bonifatius kreativ

Da Winfried Bonifatius der Namenspatron unserer Schule ist, gehört die Auseinandersetzung mit dem “Apostel der Deutschen” zum Standard-Programm im Religionsunterricht. Erst kürzlich bot sich “zwischen den Halbjahren” in meiner Klasse 7 die Gelegenheit, über drei Stunden zu dem iroschottischen Missionar zu arbeiten. Anspruchsvoll gestaltet sich dabei der “Sprung über die Jahrhunderte” und der Versuch, Jugendliche auch heute für die Person des Bonifatius zu interessieren, idealerweise zu begeistern. Sind Sextaner noch relativ leicht über die sagenhaften Erzählungen wie das Fällen der Donar-Eiche zu beeindrucken, ist dies zwei Jahre später, in denen nicht wenige ihren Kinderglauben über Bord zu werfen begonnen haben und sich die ersten zaghaft auf die Suche nach einem neuen Glaubenskonzept machen, ungleich schwieriger: Legenden gegenüber herrscht Skepsis bis Unglaube, hin und wieder findet beides in Spott seinen Ausdruck. – Gute Erfahrungen gemacht habe ich mit einem eher offenen und mehrere Zugänge eröffnenden dreischrittigen Gang…
    a) Gemeinsames Sehen der 45-minütigen Dokumentation “Tod im Morgengrauen”. Der Film ist in vielen kirchlichen Medienstellen erhältlich, auf YouTube geistern einige Fassungen (fragwürdiger Provenienz) umher. Der Film ist spannend, inhaltlich gediegen, geht sehr behutsam mit dem legendarischen Gehalt der Geschichte Winfrieds um und sieht dabei auch noch hervorragend aus. Parallel zum Film sollen sich Schülerinnen und Schüler Notizen zu für sie interessanten Passagen machen (die ggf. durch eine individualisierte Recherche-Aufgabe ergänzt werden können). – Um ggf. auch eine materielle Grundlage für eine Lernerfolgskontrolle zu haben kann auch ein auf der Basis des Gesehenen und Besprochenen konzipierter Lücken Text erstellt werden. Eine gute und nicht allzu umfangreiche Vorlage, die nach Bedarf ausgebaut und nach Leistungsniveau der Lernenden mit Lücken (und mit oder ohne Lösungswörtern) versehen werden kann, bietet der Artikel “Bonifatius” auf Relilex.de
    b) Die Notizen werden im freien Gespräch gesammelt und von den Lernenden spontan kategorisiert – möglichst nicht chronologisch, sondern eher an den Wende-, Schnitt- und Entscheidungsstellen im Leben des Bonifatius orientiert.
    c) Individuell oder zu zweit werden dann Plakate erstellt, die entweder einen informierenden Überblick geben oder sich auf einen als besonders interessant empfundenen Aspekt beziehen. Verbindlich sollte sich dabei auch ein Abschnitt mit der Frage beschäftigen inwiefern die Beschäftigung mit Bonifatius auch heute noch sinnvoll sein kann. Die Plakate werden dam im Galeriegang-Verfahren gesichtet und die drei populärsten im Detail gewürdigt.

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