Jahr: 2011

My Anti „Facebook in Education“ Creed

I’ve put the brakes on advocating Facebook for education. The recent changes alone make it utterly clear that Facebook is NOT your friend but rather a ruthless and a worryingly quick-growing semantic machine primarily serving big companies, and – by introducing more and more differenciated verbs accompanying the already-ancient-seeming „like“ – breaking down an individual’s life mainly into its economically relevant (respectively exploitable) aspects. As a father and a teacher, I am adamant to advertising this anthropology in the classroom. Amen.

(Video ergänzt am 5.11.2011)

Verfasst von Matthias Heil unter Verschiedenes, 1 Kommentar
Vom Brückenbauen: „Bridge“

Vom Brückenbauen: „Bridge“

Eine wunderbare Geschichte, die in vielerlei Bezügen Sinn ergibt und so auch im Unterricht flexibel einsetzbar sein wird, zum Beispiel im Religionsunterricht zum Thema „Umgang mit Macht“, „Arm und Reich“, „Darf man alles was man kann“, im Englischunterricht darüber hinaus auch zur Beschreibung von Bewegungsabläufen, als Hinführung zur Fabel oder auch als Vorlage für einen sich auf Lebensbezüge junger Lernender beziehenden Essays. Die Leichtigkeit des Soundtracks befördert dabei eine angenehme Gesprächsatmosphäre, in der man sich den lebenskundlich durchaus ernstzunehmenden Implikationen und Anwendungen annähern kann:

The moral behind this story revolves around how there are often disagreements or competing paths in life, and the possible results of pride, obstinance, and compromise. – (Ting, director)

Verfasst von Matthias Heil unter Verschiedenes, 1 Kommentar
Ark: Ein „wahnsinniger“ Endzeitclip

Ark: Ein „wahnsinniger“ Endzeitclip

Ark ist ein siebeneinhalbminütiger animierter Kurzfilm von Grzegorz Jonkajtys und Marcin Kobylecki, der die Zuschauer in eine endzeitliche Welt entführt, in der die meisten Menschen einem mysteriösen Virus zum Opfer gefallen sind und nur noch eine geringe Zahl, angeführt von einem Wissenschaftler, auf riesigen Dampfern Rettung sucht. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Aussehens der „Menschen“ transportiert die Bildsprache des Clips in Verbindung mit dessen dramatischem Soundtrack eine bedrückende Stimmung, die ihren Höhepunkt lange vor der überraschenden Endwendung erreicht.

Classroom Ideas – „Quick & Dirty“

    (1) Opening a field of awareness: a) „You are a scientist who has been infected with a deadly virus. What do you think, what do you feel, what do you do? Collect ideas in pairs of two or three.“ – or b) Research the story of Noah’s Ark. What does the Ark stand for, and how may it be important for us today? – or c) „An unknown virus has destroyed almost the entire human population. Oblivious to the true nature of the disease, the only remaining survivors escape to the sea. In great ships they set off in search of uninhabited land. So begins the exodus, led by one man…“ – Come up with a storyline for a ten minute-clip along this exposition.
    (2) Watch the clip.
    (3) Discussion: a) What do you think? – b) Sum up the plot. – c) Describe the mood created by the images and soundtrack. – d) What do you make of the unexpected ending? Would you have preferred another one? Which one? Why (not)? – e) Relate Shakespeare’s quote to the clip. Do you think it is a good fit?
    (4) Extension: a) You are the scientist’s psychologist. Introduce your patient’s personality and medical problems as clearly as you can. – or b) You are a kid on one of the Arks. Write two or three diary entries conveying your experiences, moods, and longings. – or c) You are a commander ordered to fill one of the Arks. How many of who and what would you take along? Explain your choices and overall strategy.

Vielen Dank für den Hinweis an Michael Sonntag/krzflm.de!


Verfasst von Matthias Heil unter Verschiedenes, Kein Kommentar
Predigt-Kommentar: Aufruf zum Verschwenden

Predigt-Kommentar: Aufruf zum Verschwenden

Unser Pfarrer ist im Urlaub. Dank Pastoralverbund hatten wir heute Morgen so das Vergnügen, guten Gewissens „fremdzugehen“ und in der Nachbarpfarrei den Gottesdienst zu besuchen. Hört man genauer hin, weil Atmosphäre, Leute und Pfarrer ungewohnt sind oder ist es die Erfahrung einer gut gedachten und gut vorgetragenen Predigt, welche zum besonderen Nachdenken führt?

Tagesevangelium ist das Gleichnis vom Sämann. Matthäus fügt dem Auszug eine Deutung an, die den Blick auf die verschiedenen Böden lenkt, auf die ausgesät wird. Dies leistet einem eher negativen Reflex Vorschub, ist es doch nicht weit, neben der eigenen auch die pastorale Qualität anderer Gemeindemitglieder in den Blick zu nehmen. Instruktiver erweist sich – auch nach Ansicht des Predigers – der Blick auf den Sämann.

Dieser Sämann arbeitet verschwenderisch und – mit Blick auf unsere Zeit – potenziell systemkritisch: Er scheint sich nicht um die Erfolgsaussichten seines Tuns zu sorgen. Dabei muss er doch wissen, dass mit differenzierter Zuweisung des Saatguts ein höherer Ertrag wahrscheinlicher wird. Ist es nicht unverantwortlich von ihm, vermeidbaren Verlust in Kauf zu nehmen? Systemkritisch ist dieser verschwenderische Ansatz, wenn man unserer Zeit die mehr oder weniger ungebremste Herrschaft von Ökonomie und Effizienz attestieren mag.

Ob in Politik, Gesellschaft, im direkten Lebensumfeld oder auch in der Realität der christlichen Kirchen – illustrierende Beispiele dieser Herrschaft finden sich allenthalben. Wo „Arbeitnehmer“ von „Arbeitgebern“ ans Limit und darüber hinaus beansprucht werden, wo für Spontaneität, Ausdauer und entwickelndes Gespräch weder Raum noch Zeit bleiben, wird der Sämann aus dem Gleichnis Jesu besonders interessant, die Spannung zwischen erzählter und erfahrener Wirklichkeit aktuell.

Laut Prediger bleibt den Hörenden nur, sich aufmerksam der verschwenderischen Aussaat bewusst zu werden bzw. zu bleiben und darauf zu warten, dass das Wort Gottes in einem selbst aufgehen kann.

Darüber hinaus würde ich jedoch als weitere Konsquenz aus dem Gleichnis ziehen, dass Christsein heute kritisch sein darf und muss gegenüber jeglichen Ansätzen, den Menschen zu vermessen, das Individuum zu verwerfen oder zu bevorteilen – und dies geschieht nicht nur in der weiter oben skizzierten Weise, sondern auch in der staatlichen Regelung gentechnischer Anwendungen, nicht zuletzt auch in einem im Kern kaum gesundeten, weil unverändert auf Selektion hin ausgerichteten Bildungssystem.

So gibt es in vielerlei Lebenszusammenhängen Möglichkeiten und die Verpflichtung, Worte und Taten zu finden, die das Evangelium auch dann ernstnehmen, wenn es unangenehm wird. Es ist nicht so, dass die Kirchen, genauer: gemeinschaftsfähige und -willige Christinnen und Christen, heute nichts zu tun hätten.

Dieses Engagement kann anstrengen und aufreiben. Deswegen darf auch das Befreiende des Gleichnisses nicht übersehen werden: Wenn Gott selbst sowohl für Wachstum als auch für die Beurteilung der Erfolge zuständig ist, kann ich mich von Erwartungsdruck freimachen, den nicht nur andere, sondern auch ich selbst aufbaue.

Verschwenden wir uns und unsere Begabungen also etwas mehr in diesem, d.h. Fremd- und Selbstausbeutung abwehrenden, Sinne: an das, wofür sonst keine Zeit mehr ist; an diejenigen, an denen wir sonst vorbeilaufen, an denjenigen, der eben nicht den Weg des Saatguts strategisch berechnet, sondern der sich abhängig macht von dem Boden, auf den es fällt.

Verfasst von Matthias Heil unter Verschiedenes, 1 Kommentar
GooglePlus: Spaß mit Wasserfarben

GooglePlus: Spaß mit Wasserfarben

Der Inbrunst, mit der sich dieser Tage viele Menschen an den Vor- und Nachteilen des neuen Sozialen Netzwerks GooglePlus (Wikipedia, YouTube-Clips) abarbeiten, ist kaum noch zu entkommen. An Kommentaren ist mittlerweile fast alles Mögliche geschrieben von elegischen Lobpreisungen über skeptisch dozierende Einschätzungen bis hin zum ersten Totengesang.

In diesen Chor mag ich zunächst nicht einfallen.

Es wird so sein wie so oft: Da bekommt man ein Werkzeug in die Hand und vergleicht es unmittelbar mit Bekanntem, Erhofftem und Befürchtetem, ohne das Werkzeug sein eigenes Potenzial entwickeln zu lassen. Sicher ist das Circle-Konzept nicht neu, aber dennoch intuitiv. Sicher bringt Plus prinzipiell nichts Neues, aber dennoch findet die Vielzahl der Google-Dienste unter diesem Dach prächtig Wohnung. Sicher sind diejenigen, mit denen man zu tun hat oder haben will, immer woanders (Twitter, Facebook…), aber dennoch ist die Adaptionskurve, soweit schon jetzt wahrnehmbar, doch verblüffend steil und der Zugangsweg breit.

Es ist noch zu früh um einen weiteren Google-Flop zu verkünden, aber auch noch zu früh um das ideale LMS oder das Ende der Konkurrenz zu prognostizieren, sicher auch noch zu früh um der vermeintlich eierlegenden Wollmilchsau Präventivopfer zu bringen.

Geben wir dem Werkzeug Zeit und versuchen wir damit konstruktiv und kreativ umzugehen.

Einen kleinen Beitrag zu der dazu erforderlichen Reflexionsarbeit möchte nachfolgendes Ausmal-PDF leisten, dessen wunderbare Vorlage „Amir“ zu verdanken ist. Natürlich ist der sachgemäße Gebrauch des Dokuments nicht an Wasserfarben gebunden, sicher werden kreative Wesen eine ansprechende Umgangsform finden.

Für mich war es ein netter und meditativer Vormittag (Fotos), der zu einer gewissen Klärung beitragen konnte – auch wenn meine Tochter in dieser Zeit irgendwie künstlerisch besser war als ich…

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Verfasst von Matthias Heil unter Verschiedenes, Kein Kommentar