Der Weltethiker Hans Küng hat das Angebot des Vatikan an übertrittswillige Anglikaner als «Tragödie» und «unökumenische Piraterie» bezeichnet. «Dieser Papst fischt in rechten Gewässern», schreibt Küng in einem Beitrag der italienischen Tageszeitung 'La Repubblica' (Mittwoch). Der Vatikan wies die Kritik zurück. Mit Bitterkeit und ohne Fundament kritisiere Küng das historische Einigungsbemühen des Papstes, schreibt der 'Osservatore Romano'(Donnerstagsausgabe). – Der Vatikan hatte zu Wochenbeginn in Aussicht gestellt, Anglikanern den Übertritt zum Katholizismus zu erleichtern. Benedikt XVI. werde demnächst spezielle Strukturen für anglikanische Priester und Gläubige einrichten, die ihre Liturgie und ihr geistiges Erbe beibehalten und zugleich in volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche eintreten wollten. – Küng, dem 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen wurde, sprach von einem drastischen Kurswechsel in der Ökumene. Der Vatikan entferne sich damit… – (Quelle: kath.net)
Mehr: Vatikan weist Küng-Kritik zurück
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